Nova Scotia Duck Tolling Retriever

Der kleine rote Hund in der Geschichte

Die Geschichte der Toller lässt sich weit zurückverfolgen.

In ihrem Buch "The Nova Scotia Duck Tolling Retriever" verfolgen die Autorinnen Alison Strang und Gail MacMillan die Spuren der Toller bis ins Holland des 15. Jahrhunderts. Hier ist von kleinen, roten Hunden die Rede, die bei der Entenjagd eingesetzt wurden und das sogenannte "Tolling" dafür anwenden. Eine konkrete Rassenbezeichnung gibt es allerdings nicht.

Das Buch zeichnet verschiedene Theorien zur Herkunft dieser speziellen Rasse nach. Etwa, dass im 17. Jahrhundert Franzosen ihre Hunde nach Kandada einführten, die von den holländischen Kooikerhondje abstammten und den Grundstein zum heutigen Toller legten.

Fest steht jedoch, dass Colonel Colwell in den frühen 1920er Jahren zum ersten Mal in seinem Leben einem Toller begegnete und sofort fasziniert war. Er war es auch, der sich in den folgenden Jahren aktiv um diese Rasse bemühte und es schaffte, den Nova Scotia Duck Tolling Retriever 1945 durch den Kanadischen Kennel Club anerkennen zu lassen.

Zum Spielen geboren

Toller sind eher kleine Hunde (Rüden 48-51cm, Hündinnen 45-48cm), die oft durch ihr niedliches Aussehen auffallen. Davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Ihre Haltung ist meist anspruchsvoller als die der anderen Retriever.

In der Toller-Broschüre des Retriever Club Schweiz beschreibt es Elsbeth Wittwer besonders treffend:

  • Toller wurden zum Spielen gezüchtet. Ist ein Ball in Sicht sind sie allzeit bereit.
  • Für den Arbeitseifer der Toller spielt es keine Rolle WAS gearbeitet wird, sondern DASS gearbeitet wird.
  • Toller sind sehr intelligente und kreative Hunde. Ohne Kopfarbeit entwickeln sie schnell eigene Ideen, die für den Menschen nicht immer angenehm sind.
  • Der Aufmerksamkeit eines Tollers entgeht nichts und wird lange nicht vergessen. Positives wie Negatives.
  • Die Ausdauer der Toller ist bei der Arbeit besonders nützlich. Bei einem schlecht erzogenen Hund der nicht ausgelastet wird, ein grosses Problem.
  • Die flinken Hunde wollen sich bewegen, egal ob rennen, schwimmen, springen oder schnelle Wendungen.
  • Wasserratten, vom kleinen Rinnsal bis zum breiten Fluss oder Meer, Toller lieben Wasser!
  • Der sogenannte "will to please" ist bei Tollern besonders ausgeprägt und es lohnt sich, diesen von Anfang an zu fördern.

Werden diese Eigenschaften gefördert und ein Toller ausreichend beschäftigt, hat man einen treuen Begleiter, der durch seine Lebensfreude und viel Charme besticht.

Wer sich für einen Toller interessiert, sollte sich natürlich vergewissern, ob die kleinen roten Hunde in die Familie und zur gewählten Lebensart passen.